SPD in Bremen-Findorff
 

Antrag der SPD Findorff zum Unterbezirks- und Landesparteitag im März und April 2018 zum sozialen Wohnungsbau

Unterbezirk

Hintergrund unseres Antrags:

In unserem Leitbild, das wir im letzten Jahr erarbeitet haben, haben wir uns für Maßnahmen zur  Steigerung des sozialen Wohnungsbaus in Findorff und darüberhinaus ausgesprochen.

Daher haben wir einen Antrag zur Absenkung der Wohnungsanzahl, ab der die Sozialwohnraumquote in Bremen greift, in die Parteitage der SPD auf Unterbezirks- und Landesebene eingebracht. Mit unserem Vorschlag, die Anzahl, ähnlich wie in anderen Kommunen, die Quote von 20 auf 10 abzusenken konnten wir uns nicht durchsetzen. Aber die Parteitage haben beschlossen, die Anzahl ab der Sozialwohnraumquote greift deutlich abzusenken Das ist ein guter Erfolg! 

Beschlossener Antragstext:

 

"Aufgrund des anhaltend hohen Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum ist zudem die Anzahl der Wohneinheiten, ab der die Sozialwohnungsbauquote in Bremen greift, deutlich zu reduzieren. Kommunen wie Mannheim u.a. zeigen, dass dies möglich ist" 

 

Begründung:

Die von der SPD im Bündnis für Wohnen angeschobene Neuausrichtung des geförderten Wohnungsbaus trägt dazu bei, Gentrifizierung in stadtnahen Quartieren abzufedern und Vielfältigkeit in den Stadtteilen zu erhalten. Denn Alleinerziehende, Junge Menschen, Menschen mit Behinderungen, Ältere Menschen und insgesamt Menschen mit geringen Einkommen haben es auf dem Bremer Wohnungsmarkt besonders schwer.

 

Investoren können die Auflagen sozialen Wohnungsbaus jedoch umgehen, indem insbesondere in attraktiven Wohnlagen Gebäude mit einer Wohnungsanzahl gebaut werden, die unterhalb der förderfähigen Grenze liegen.

Der soziale Wohnungsbau in Bremen ist attraktiv - dies zeigt sich auch daran, dass alle drei Wohnraumförderungsprogramme des Senats überzeichnet sind. Zudem konnten nicht alle Projekte des Sofortprogramms Wohnungsbau berücksichtigt werden. Einem Deputationsbericht des Senators für Bau, Umwelt und Verkehr vom November 2017 zu Folge liegen bereits Vornotierungen für das noch nicht vorhandene 4. Wohnungsbauprogramm vor. Eine Behinderung des sozialen Wohnungsbaus ist durch die vorgeschlagene Maßnahme also nicht zu befürchten.