SPD in Bremen-Findorff
 

Aufwertung von bezahlter und unbezahlter Sorgearbeit - nicht nur in Zeiten von COVID-19!

Überregional


Bild von Dr. Sonja Bastin (Alexander Heil)

Die Corona Krise führt uns unmittelbar vor Augen, wie relevant Tätigkeiten im Zusammenhang mit fürsorglicher Zuwendung und Versorgung sind. Diese sogenannte „Sorgearbeit“ kann bezahlte Arbeit sein, wie in der Pflege oder in der Kinderbetreuung, aber auch unbezahlt wie in der häuslichen Pflege in der Familie oder Erziehungszeiten.

Überwiegend üben Frauen diese Arbeit aus - weltweit sogar auch Mädchen. Seit Jahren setzt sich die Initiative „Equal Care Day“ für mehr Wertschätzung und eine fairere Verteilung von pflegerischer Arbeit ein. Nie war ihre Arbeit aktueller als heute. Im Mai 2020 wurden die Ergebnisse der Equal Care Tagung 2020 in einer Erklärung veröffentlicht. Auch an der Universität Bremen enstandene Forderungen sind mit eingeflossen. Eine der zentralen Forderungen der Bewegung ist die fairere Verteilung von Sorgearbeit, Einkommen und Vermögen in Deutschland, etwa durch die finanzielle Anerkennung von Sorgearbeit und Abbildung der Wertschöpfung durch unbezahlte Sorge-Arbeit in den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.

Wie das aussehen kann, und welcher Maßnahmen es noch Bedarf, darüber möchten wir mit Dr. Sonja Bastin, Soziologin am Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik (SOCIUM) der Universität Bremen und aktives Mitglied im Verein Klische*esc e.V. (der Verein organisiert den Equal Care Day), sprechen. Die Veranstaltung findet als Online-Konferenz statt, um Anmeldung bei gesa.wessolowski@spd-bremen.org wird gebeten. Zugangsdaten schicken wir zu!