SPD in Bremen-Findorff
 

SPD Findorff initiiert barrierefreien Stadtteilrundgang mit Rolli und Kinderwagen

Lokal

von links: Marieke Meinhardt, Andreas Nagel, Gesa Wessolowski-Müller, Johanne Thurn, Gönül Bredehorst

Die Findorffer SPD startete in Kooperation mit dem FinNetz einen ersten Stadtteilspaziergang unter dem Motto „Barrierefreies Findorff“. Der Spaziergang stellt den Auftakt eines Arbeitsschwerpunktes der Findorffer SPD dar: „Barrierefreiheit beginnt im Kopf“ so die Ortsvereinsvorsitzende Gesa Wessolowski-Müller. „Wir stellen uns dem anspruchsvollen Ziel, Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen im Stadtteil umzusetzen. Das ist ein Prozess, an dessen Anfang wir erst stehen“.

 

Die Stadtteilpolitikerinnen nahmen sich gemeinsam mit SeniorInnenvertreterin Johanna Thurn, FinNetz Mitglied Andreas Nagel (Findorffer Geschäftsleute) sowie Marieke Meinhardt für ihren Rundgang zunächst die Hemmstraße als Nahversorgungszentrum auf der Hauptachse Höhe Innsbrucker Straße bis Höhe Admiralstraße vor. Dort wurden insbesondere barrierefreie Zuwegungen sowie Erholungsmöglichkeiten wie Ruhebänke zunächst aus der Perspektive von körperlichen Handicaps in Augenschein genommen.

 

SPD Beiratssprecherin Gönül Bredehorst zu den Ergebnissen des Rundgangs: “Die Hemmstraße, an der das Nahversorgungszentrum mit seinen Einzelhandelsgeschäften, Ärzten und Kindertageseinrichtungen liegt, ist größtenteils barrierefrei für Fußgänger. Das ist ein erfreulicher Befund. Aber es mangelt an Ausruhmöglichkeiten. Das müssen wir dringend ändern“. Umgehend formulierte sie einen entsprechenden Antrag, der im Sozialausschuss am 5.6.18 beraten wurde.

 

An dem Spaziergang beteiligte sich auch das FinNetz aus Findorff: „Wir als FinNetz sehen die „Barrierefreiheit“ sehr vielfältig, für uns fängt sie im Kopf an: kann ich mich „sicher“ und geborgen im Stadtteil bewegen? Wird mir in der Not geholfen? Aus diesem Grunde haben wir die Initiative „Noteingang“ ins Leben gerufen. Die Anlaufstellen (Geschäfte in Findorff) sind mit einem gelben Aufkleber“ Noteingang“ versehen und bieten den hilfesuchenden einen Schutzraum. Zielgruppe sind insbesondere hilfesuchende Kinder, ältere Menschen aber auch alle anderen Menschen die Hilfe brauchen. Wir freuen uns über weitere engagierte Geschäfte in Findorff die Lust haben sich für die Gemeinschaft im Stadtteil stark zu machen“ InteressentInnen melden sich bei FinNetz (Simone Walter): Tel: 5251085.

 

In einem nächsten Schritt sollen im Stadtteil Zugänge für Menschen mit weiteren Handicaps, wie einer Hör- oder Sehbehinderung, geprüft werden. Dazu soll die Expertise von Fachverbänden hinzugezogen werden. Die Ergebnisse werden auf Initiative von Wessolowski-Müller und Bredehorst bei der nächsten Beiratssitzung am 26.06.2018 mit dem Landesbehindertenbeauftragten, Dr. Joachim Steinbrück diskutiert werden.

 

Anlass und Hintergrund:

Die Findorffer SPD hat sich in ihrem Leitbild (2017) für die Notwendigkeit von mehr Barrierefreiheit im Stadtteil ausgesprochen. Auf der Grundlage der UN-Konvention von 2009 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen muss Inklusion in allen Lebensbereichen weltweit und ganz konkret erfolgen. Vom gemeinsamen Aufwachsen in der Familie, dem Lernen in der Schule, dem Zugang zu Arbeitsmarkt und Wohnraum bis zur Altenpflege müssen Menschen mit und ohne Behinderung die gleiche Chance zu selbstbestimmten Leben und Handeln haben.